Sprachkurse, Fremdsprachen Teil 2
Schlechtes Feedback
Es zeigte sich, dass die Fern-Kurse zwar teilweise geeignet sind, um Hör-, Lese- und Schreibkompetenz zu erwerben. Besonders für den aktiven mündlichen Einsatz der Sprache (Sprechkompetenz) müssen Studenten aber meist selbst sorgen und bekommen kein oder kaum Feedback durch Betreuer.
Dank Spracheingabe und -abgleich bieten Internet und Multimedia mittlerweile beste Möglichkeiten, auch mündliche Sprachfähigkeiten per Fernunterricht zu üben – wie einige E-Learning-Angebote beweisen. Lernplattformen bieten sich an, um zumindest die schriftliche Konversation zu üben. Nur haben Fern-Unterricht-Anbieter derartiges bisher leider selten im Programm.
Sprachpraxis selbst organisieren
Wer sich für einen Sprachkurs im Fernunterricht entscheidet, sollte sich auf jeden Fall die erforderliche Sprachpraxis selbst organisieren. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: von Tandem-Programmen mit Muttersprachlern in der eignen Wohn-Gegend oder virtuell bis hin zu Reisen oder Sprachurlauben vor Ort. So können Fernstudenten das im Fernunterricht Gelernte in der Praxis anwenden und ausprobieren und der Fernunterricht in der Fremdsprache bekommt einen praktischen Bezug.
Zertifikate für Sprachkurse
In einigen Sprachen gibt es bestimmte Zertifikatsstufen für Ausländer, wie die Cambridge-Zertifikate des ESOL – English for Speakers of Other Languages. Das sind aufeinander folgende Englisch-Prüfungen der Universität Cambridge beziehungsweise des University of Cambridge Local Examinations Syndicate (UCLES). Das französische Pendant sind die Diplome der „Alliance Francaise". Die französischen Diplome-Kurse gibt es zum Beispiel bei AKAD, Cambridge-Zertifikate bieten mehrere Fernschulen an. Vorteil solcher Sprach-Zertifikate ist, dass sie auch im jeweiligen Land problemlos anerkannt werden. Denn sie richten sich nach einheitlichen Standards. Generell sollten potentielle Sprachschüler auf den jeweils zu vergebenden Abschluss des Fernkurses achten. Finden beispielsweise keine Prüfungen statt, wie bei den "Minilab-Kursen" der Hamburger Akademie für Fernstudiengänge, eignet sich der Sprachkurs eher für private Zwecke als für eine (nachweisbare) berufliche Zusatzqualifikation.