Fernstudium - Was ist das?
Studieren von zu Hause aus
Ein Fernstudium ist ein Studium auf Distanz mit einem staatlich anerkannten, akademischen Abschluss. Anders als ein Präsenzstudium findet die Lehre über schriftliche Unterlagen, Online-Austausch und nur wenige Blockveranstaltungen vor Ort statt.
Studieren auf Distanz mit dem Ziel eines staatlich anerkannten, akademischen Abschlusses bezeichnet man als Fernstudium. Damit ist nicht jeder Fernunterricht sofort ein Fernstudium: Ein zweisemestriger, weiterbildender Kurs in einer Sprache, der mit einem Zertifikat endet, Fernunterricht, aber kein Fernstudium. Fernstudiengänge bieten staatliche und private Fernuniversitäten und Fern-Fachhochschulen an – in bestimmten Fächern auch einige wenige Präsenz-Hochschulen, häufig dann aber in Kooperation mit anderen. Anders als ein Präsenzstudium findet die Lehre ausschließlich über schriftliche Unterlagen, Online-Austausch und nur wenige Blockveranstaltungen vor Ort statt.
Lehre im Fernstudium
Viele, die sich für ein Fernstudium entscheiden, arbeiten nebenher voll oder in Teilzeit. Darauf sind Fernstudiengänge auch ausgelegt. Da Dozenten und Studierende im Fernstudium räumlich voneinander getrennt sind, müssen die Studienunterlagen und -aufgaben zum Lerner nach Hause kommen. Unter anderem erhält der Fernstudent so genannte Studienbriefe, meist in gedruckter Form. Ein Studienbrief ist eine Zusammenstellung von Studienmaterial und wird auch als „Kurs“ bezeichnet.
Wie der Name „Kurs“ schon sagt, steht so ein Studienbrief im Fernstudium für etwas Ähnliches wie an Präsenzuniversitäten ein Seminar. Wenn ein Kurs mit einem Leistungsnachweis abzuschließen ist, bedeutet das meist, dass Studenten eine Klausur oder Hausarbeit schreiben. Hausarbeiten reichen Studenten im Fernstudium per Post oder E-Mail ein, Klausuren schreiben sie an der Uni selbst oder in den so genannten Studienzentren. Solche Studienzentren sind Einrichtungen in verschiedenen Orten und Regionen Deutschlands. Dort gibt es fachliche Ansprechpartner für das Fernstudium und solche, die bei der Organisation des Studiums helfen.
Zudem finden in den Studienzentren Präsenzveranstaltungen statt. Die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen ist oft freiwillig. In naturwissenschaftlichen Studiengängen sind Praktika und Labore verpflichtend. Präsenzveranstaltungen finden in der Regel in Blöcken, beispielsweise Freitag und Samstag statt. Sie erlauben es, andere Studierende kennen zu lernen und bieten dadurch einen echten Mehrwert. Daneben läuft die Fernlehre heutzutage großen Teils virtuell, über so genannte Lernplattformen im Internet ab.
